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Vorrichtung des Lehrbergwerkes 2024 ‒ 2025
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Die Genehmigung des Betriebsplanes für das Lehrbergwerk beinhaltete auch eine Auflage: Den Ausbau des schon im Besucherbergwerk vorhandenen Johnschachtes zu einem Flucht- und Wetterweg. Der Bergbauverein hatte diesen Schacht schon Anfang der 2000er Jahre von Masse beräumt und nachgerissen, sowie ein Füllort auf der Stollnsohle angelegt. Der ursprünglich vorgesehene und schon vom Sächsischen Oberbergamt genehmigte Einbau einer Fahrung in Form einer „Himmelsleiter“ ist aufgrund der Beschaffenheit des Schachtes als eng und verwunden und somit für den Verein als nicht realisierbar damals aufgegeben worden. Die Lage des Johnschachtes im Grubengebäude
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Bei jenem Schacht handelt es sich um eine frühmittelalterliche vertikale Auffahrung auf mehreren kleinen Gangstörungen. Dabei sind auch zwei kleine Verbindungsörter zu den Nachbarschächten vorhanden. Der Schacht selber ist sehr eng und verwunden und entspricht in keiner Weise irgendwelchen heutigen Normen. Die Teufe des Schachtes beträgt von der Hängebank bis auf die Sohle des Wismutstolln 25 m. Die SAG WISMUT hatte diesen Schacht der Altvorderen, dessen Schachttiefstes etwa 7 m über der Sohle des neuen Querschlages endete, mittels Überhaun seitlich von unten her angefahren und ebenfalls eine Wetterverbindung zur Tagesoberfläche hergestellt. Nunmehr soll dieser Schacht mit einer sicheren Fahrung ausgerüstet und für eine Zwangsbewetterung mittels Grubenlüfter vorgerichtet werden.
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Um den Schachtausbau überhaupt umsetzen zu können, musste zuerst die vom Bergbauverein schon verlegte Gleisanlage für den Transport des Ausbaumaterials für den Schacht verlängert und auch verändert werden. Dabei lag vorerst das Hauptaugenmerk auf der Verlängerung der Gleisanlage mittels Brückenschlag über den Kalkbach hin zum Parkplatz des Bergbauvereins. Zwei Bilder zeigen den Brückenschlag, welchen die Lehrlinge zusammen mit Ihrem Ausbilder als eine der ersten Arbeiten im Herbst 2024 verrichtet haben. Er war die Voraussetzung für den Transport des Materials vom Parkplatz, bis wohin die Anlieferung nur erfolgen kann, zum Stolln und dann weiter bis vor Ort. Blickrichtung Stollnmundloch...
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Blickrichtung Parkplatz... |
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Für die Montage der Brücke wurde zunächst Kantholz verwendet. Es drängte die Zeit, da der Bergbauverein seine erste Lok B360 für das Lehrbergwerk zum Einsatz bringen wollte.
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Der Blick vom Stollnportal auf die fertige Gleisanlage. | |
| Nunmehr konnte das Ausbaumaterial für den Schacht bis vor Ort transportiert werden und mit dem 1. Teil des Ausbaus begonnen werden. Dieser 1. Teil beinhaltete den Schachtausbau vom Füllort aus bis etwa 12 m über jenes, da hier die lichte Weite der Schachtröhre ein sicheres Arbeiten zuließ. |
Der 2. Teil für die restlichen 13 m sind dann von der Hängebank aus erfolgt unter Anwendung montanspeläologischer Techniken. Diese Ausbauarbeiten erfolgten im Rahmen der Vereinsarbeit. Der Schacht ist in seinem mittleren Teufenbereich so eng, dass bei eingebauten Bühnen und Fahrten kein Material, weder vom Füllort aus, noch von der Hängebank aus, eingefördert werden kann. Die Vorrichtung des Schachtes mittels Fahrung konnte daher nur in diesen Teilschritten erfolgen.
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Das Füllort des Johnschachtes im Wismutstolln. Von hier aus erfolgte der 1. Teil des Schachtausbaus. Als erste Arbeit ist die Erneuerung der Schutzbühne und deren Belegung mit neuen Lichtgitterrosten ausgeführt worden. Die vom Bergbauverein um das Jahr 2002 eingebauten Träger sind als standfest befunden worden.
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Der Blick von der 1. Bühne nach oben. Alle Fahrten wurden von den Lehrlingen zusammen mit ihrem Ausbilder gefertigt und vor Ort montiert.
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Detail einer Verbindung zweier Fahrtenteil. Es war nicht möglich, die Fahrten in der nötigen Länge zum Schacht zu transportieren, vielmehr wurden sie mehrteilig und untereinander verschraubt ausgeführt. Zusätzlich sind die Fahrten in regelmäßigen Abständen mit Abstützungen mittels Anker versehen.
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Der Blick weiter nach oben: Die im Bild sichtbare Bühne mit Fahrt ist die letzte Bühne, welche von unten her eingebaut werden konnte.
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Zwei Aufnahmen von den schwierigen Einbauarbeiten der Fahrung im Johnschacht für das Lehrbergwerk. Die Realisierung war nur unter Anwendung montanspeläologischer Techniken möglich. Diese Arbeiten sind vom Lehrausbilder (und Mitglied im Bergbauverein) ausgeführt worden. Die Lehrlinge machten Zureichungen und übernahmen die Vorfertigung der Träger, Lichtgitterroste und weiterer Elemente für den Einbau der Fahrung. Letztendlich erfolgte der Einbau als Vereinsarbeit.
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Weitere Impressionen von diesen Arbeiten.
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Die beeindruckenden Aufnahmen vom Ausbau des Johnschachtes von der Hängebank aus.
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Für das Lehrbergwerk sollte auch Pressluft untertage
bereitgestellt werden. Der Bergbauverein hatte hierzu schon seit einiger
Zeit einen eigenen Dieselkompressor in Nähe des Johnschachtes
stehen und dieser soll auch für das Lehrbergwerk genutzt werden.
Allerdings musste dazu vom Kompressor bis in den Stolln hinunter eine
Druckluftleitung verlegt werden.
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Der Einbau dieser Druckluftleitung musste im Zuge des 2. Teils des Schachtausbaus, noch vor Einbau der Fahrtenbühnen und dem Hängen der Fahrten, erfolgen, da im Nachgang ein Einbau der zu verschweißenden Kunststoffrohre aufgrund der Enge nicht mehr möglich gewesen wäre.
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Ansichten vom Einbau der Kunststoffleitung für die
Versorgung des Lehrbergwerks mit Pressluft für die verschiedensten Geräte.
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Nächster Schritt: Wetterschacht.
Die Bühne für den Grubenlüfter befindet sich aus Platz- und Lärmgründen unter der Hängebank. Hier Impressionen vom Einbau der Bühne...
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...und von der Hängebank des Johnschachtes. | |
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Ausschneiden der Stahlplatte für das Lüfteransaugrohr.
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Zwei Bilder vom eingebauten Grubenlüfter mit dem
aufgesetzten Ansaugrohr.
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Anschließend erfolgte der Weiterbau der
Druckluftleitung aus dem Füllort heraus bis zum Ende des Pokalausbau. Der
weitere Verlauf wird je nach Bedarf mit entsprechenden Luftschläuchen bis
zum jeweiligen Arbeitsort realisiert.
Hier der Ausbilder beim Anschweißen der Halterung für die Druckluftleitung.
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Schachtausbau und Einbau der Druckluftleitung endeten
mit dem „Test“. Eine wiederaufbereitete Druckluftlampe bewies die
Funktionalität der eingebrachten Arbeit.
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Aus Luft wird Licht ! Die Geräuschkulisse ist
freilich gigantisch.
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| Nach der Herrichtung des Johnschachtes als Flucht- und Wetterweg und der Einbau der Druckluftleitung erfolgte auch der Weiterbau der Gleisanlage für die Materialtransporte untertage im Lehrbergwerk. |
Im Bereich des 2. Streckenkreuzes ist durch die Lehrlinge eine Weiche verlegt worden. Diese wurde nötig, um nicht benötigte Wagen abzustellen, je nach den Erfordernissen der Transportarbeit. Hier unterstützt der Bergbauverein auch die weitere Verlegearbeit der Gleisanlage an den Wochenenden im Rahmen der Vereinsarbeit. Es handelt sich dabei um den Bereich des Querschlages hinter dem 2. Streckenkreuz bis zur Endschaft der Hauptstrecke, der eigentliche Bereich des Lehrbergwerkes.
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Für die zukünftige Weiche musste zunächst ein Stück
schon vom Bergbauverein verlegtes Gleis wieder zurückgebaut werden.
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Ebenso die verrohrte Wassersaige neben der Gleisanlage.
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Es handelt sich um eine 2-teilige Linksweiche aus dem
Kalkwerk Hermsdorf, die der Bergbauverein dort erworben hatte.
Das erste Teilstück der Weiche ist verlegt.
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Für das 2. Teilstück wird hier gerade die Sohle vorbereitet.
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Das 2. Teilstück der Weiche ist verlegt und wird ausgerichtet und anschließend mit Schotter unterbaut.
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Im Frühjahr 2025 ist mit 1 – 2
Lehrlingen die weitere Anfertigung von Gleisen erfolgt. Dies beinhaltete
diverse Schweißarbeiten, die im Rahmen der laufenden Schweißausbildung
durchgeführt wurden.
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Zwei Bilder von der Anfertigung
weiterer Gleise.
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Das dabei angefallene Haufwerk
wurde mittels Lok zu Tage gefördert und für den weiteren Ausbau der Brücke
verwendet. Dabei konnten schon Teile des Holzunterbaus der Gleisanlage
entfernt und durch eben dieses Haufwerk ersetzt werden.
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Wieder ein Stück fertig geworden ! | |
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Wie es weitergeht, darüber werden
wir gelegentlich wieder berichten.
Also schauen Sie wieder bei uns herein ! Glück Auf ! |
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